Equador -
Anden - Hochland,
Dschungel - Wanderungen,
und bunte Indiomärkte
Reise durch Equador vom 24. September bis 14. Oktober 1999
Freitag, 24. September, 1. Tag:
(Frankfurt - Amsterdam)
Um 1750 fahre ich mit einem Taxi zum Flughafen. Der
Betrieb auf der Autobahn ist nicht übermäßig schlimm. Auch
am Schalter von KLM ist nicht allzuviel los. Schon um 1830 habe ich meine Bordkarte.
Dann heist es: warten auf den Abflug. Der Flug KL1771 (2040) nach Amsterdam
(Platz 16D) ist pünktlich! Ankunft in Amsterdam um 2150. Es regnet
in strömen. Der Weg zum Gate für Flug KL753 (Platz 28A) ist
weit, aber zum Glück nicht im Freien. Und dann: wieder warten bis
zum Abflug der Maschine nach Südamerika um 2340. Um 2315 dürfen
wir in den Abflugbereich. Als wir dann in der Maschine sitzen und es dann einigermaßen
pünktlich losgehen soll, gibt es Probleme mit dem Autopiloten.
Samstag, 25. September, 2. Tag:
(Amsterdam - Curassao - Quito - Otavalo)
Um 0010 fliegen wir endlich los. Ich kann überraschend
gut schlafen. Von 0310 bis 0415(OZeit) landet die Maschine in Curassao
zwischen. Wir müssen / dürfen raus aus der Maschine.
Im Transferbereich finden nach und nach die Mitreisenden unserer Tour zusammen.
Auf dem Weiterflug nach Quito gibt es ein 2. Frühstück. Vor
der Landung tauchen Berge durch die Wolkendecke. Wir kommen in Quito (Hauptstadt Equadors, ca. 1.3Mio. Einwohner, 2800m) gegen 0600
an. Dort werden wir von unseren Reiseleiter Jose Rivadaneira (Deutscher
mit brasilianschen Vorfahren) empfangen. Mit einem kleinen Bus fahren
wir dann gegen 0700 vom Flughafen weiter nach Otavalo (ca. 22000 Einwohner 2530m). Bei einer Rast in einem kleinen
Dorf sehen wir das erst Lama. Um 0935 erreichen wir das Hotel
Yamor Continental (Kolonialstil / Haciendabauweise)
in Otavalo. Ich habe ein Zimmer mit Blick in den Garten. Wir haben
etwas Zeit zum frischmachen. Um 1015 besuchen wir den ersten Markt auf dieser Reise. 1400 Mittagessen im Hotel, danach 'abhängen'.
Es regnet. Um 1900 gehen wir dann zum Abendessen in die Stadt (17°/63%
rel. Luftfeuchte).
Sonntag, 26. September, 3. Tag:
(Otavalo - Ibarra - Otavalo)
Um 0615 sind Bernd (mit den ich auf dieser Reise die Zimmer
teile) und ich wach und machen schon mal einen eigenen Stadtrundgang.
Dabei kommen wir auch an der Kirche vorbei, die (heute ist Sonntag) offen ist.
Um 0800 gibt es dann Frühstück. Um 0900 fahren wir dann nach
Ibarra (Hauptstadt
der Provinz Imbabura (ca. 76000 Einwohner), wo wir für eineinhalb Stunden den Markt
besuchen. Von 1200 bis 1615 wandern wir von Olmedo / Zuleta nach
San Pablo del Largo. Es regnet und nieselt immer wieder mal. Nur
die letzte Stunde ist das Wetter halbwegs trocken. Die Sicht ist dem Wetter
entsprechend nicht besonders gut. Mit dem Bus fahren wir dann zurück
nach Otavalo.
Um 1900 gehen wir zum gleichen Restaurant wie Tags zuvor zum Abendessen.
Montag, 27. September, 4. Tag: (Otavalo - Hacienda Guachalà)
Wir verlassen um 0800 Otavalo und fahren zur 'Laguna
de Cuicocha'
(Meerschweinchensee) und wandern von 0900 bis 1330 um den dortigen Kratersee (3130m). Anschließend
Mittagessen in Cotacachi. Weiterfahrt über den Ort Cayambe (ca. 26000 Einwohner, 2511m).
Spezialitäten hier: Salzgebäck und Blätterteigkäse.
Auf der weiterfahrt nach Süden passieren wir das Äquatordenkmal mit Weltkugel
aus Beton. Von dort ist es nicht mehr weit zur 'Hacienda Guachalà' (eine der ältesten Equadors), wo wir gegen 1630 ankommen.
Alle Zimmer haben einen Kamin. Holz liegt daneben. Bei dem Wetter kann man das gut brauchen.
Da es gerade mal nicht regnet haben wir aber erst mal Zeit um uns die Anlage
anzusehen. Es gibt sogar einen überdachten Pool. Abendessen um 1900,
anschließend versammeln wir uns am großen Kamin in der Bar.
Dienstag, 28. September, 5. Tag:
(Hacienda Guachalà - Quito)
Es gießt in strömen. Wir entscheiden uns
dafür, die heutige Wanderung ausfallen zu lassen und hängen statt
dessen bis 1000 in der Hacienda rum. Danach fahren wir nach Quito. Dort warten wir
für erst mal für über eine Stunde beim KLM-Büro bis unsere
Flüge bestätigt sind. Um 1300 erreichen wir dann das 'Hostal Jardin del Sol'.
Das Wetter ist nach wie vor trübe. Aber zumindest regnet es nicht,
als wir um 1330 zum Museum loslaufen. Das ist aber wegen Umräumen
der Ausstellungsstücke bis auf weiteres geschlossen. Wir verteilen
uns dann entlang der Einkaufsstraße 'Av.
Rio Amazonas' und besuchen ausgiebig ein Café.
1900 Abendessen in einem Steakhouse. Ausgezeichnete Steaks, aber die Bedienung
muss noch üben.
Mittwoch, 29. September, 6. Tag:
(Quito - Hacienda la Ciénega)
(14°/66%). Die untere Wolkenschicht ist weg.
Nach dem Frühstück ist Stadtrundgang. Da die mit 20 Leuten etwas
schwierig werden kann, bekommt unser Reiseleiter Unterstützung von seiner
Kollegin Vibecca. Sie zeigt uns nicht nur die Altstadt von Quito, sondern erzählt
aus Sicht der Einheimischen auch einiges über die sozialen Hintergründe.
Für den Weg in die Altstadt benutzen wir die vor wenigen Jahren neu geschaffene
Oberleitungs-Buslinie, welche der länge nach durch die gesamte Stadt führt.
Wir besuchen unter anderem das Kloster 'San
Francisco' und den Präsidentenpalast mit den 'Zinnsoldaten'. Für den
nahe der Stadt gelegenen Vulkan 'Guagua Pichincha' gilt seit dem Vortag Vorwarnstufe 'orange'. Es gab 2 Beben
und im Süden der Stadt liegt Asche in der Luft. Überall in der
Stadt werden Atemschutzmasken verkauft. Dort, wo wir uns aufhalten sind sie aber sinnvoller
wegen der Abgase. Zum Mittagessen sind wir dann wieder in der Neustadt.
Es beginnt wieder zu regnen. Um 1500 verlassen wir Quito auf der 'Straße
der Vulkane'. Von den Vulkanen ist aber
leider nichts zu sehen. Gegen 1630 erreichen wir die 'Hacienda la
Ciénega' (1580 erbaut). Der Rundgang
durch die schöne Anlage dauert über eine Stunde. Abendessen im vornehmen Restaurant
der Hacienda. Auf dem Rückweg ins Zimmer ist der Sternenhimmel zu
sehen! Das lässt für den nächsten Tag hoffen.
Donnerstag, 30. September, 7. Tag:
(Hacienda la Ciénega - Papalacta)
Sonne! Der Cotopaxi ist in den frühen Morgenstunden
fast wolkenlos zu sehen. Wir fahren nach Saquisili (die 'Straße der Vulkane' macht heute Ihren Namen Ehre) und besuchen zunächst den
außerhalb der Stadt
liegenden Viehmarkt. Anschließend
fahren wir weiter in die Stadt und besuchen
dort den Markt. Gegen 1100 fahren wir zum Nationalpark
Cotopaxi. Im Nationalpark angekommen wandern
wir nach einem kurzen Museumsbesuch zwischen der 'Laguna del Limpio' und dem Gipfel eine Stunde lang durch die fast 4000m hoch gelegene Pampa. Es ziehen wieder Wolken
auf. Später geht es auf der Pan Americana zurück Richtung Quito.
Bei Tamleilo biegen
wir nach Osten ab nach in Richtung Pito. Am späten Nachmittag erreichen wir Papalacta (3200m) mit seinen heißen Quellen. Im Innenhof der 'Hosteria
Papalacta' befinden sich mehrere kleine Badebecken. Wir verbringen
den Rest des Tages aber im nahen Thermalbad.
Freitag, 1. Oktober, 8. Tag:
(Papalacta - La Punta - Dschungelcamp)
Nach dem Frühstück geht es um 0800 über die
Ostkordiliere (höchster Punkt der Reise: Pass von Papalacta 4064m) und Baeza (gegr. 1548) nach Tena (11000 Einwohner, 518m)
durch eine alpenähnliche Landschaft. In Tena
essen wir zu Mittag. Diejenigen unter uns, die keine eigenen Gummistiefel
haben, bekommen hier ihre für den Dschungel notwendigen Gummistiefel.
Hier stoßen auch unsere 'Dschungelführer' zu uns. Auf der weiteren
Fahrt wird am Straßenrand von Eingeborenen ein kleiner Kaiman angeboten.
Die steckt man hierzulande in den Kochtopf. Winfried, einer der Dschungelführer
kauft ihn für 200.000ß Succre, um ihn dann im Park freizulassen.
Noch etwa eine Stunde mit dem Bus über die Piste entlang dem Rio Napo bis
La Punta. Dann
heißt es 'Gummistiefel an' und ab in den Dschungel. Da im Dschungel
von 20 Leuten nur wenige etwas von den Erklärungen mitbekommen würden,
teilen wir uns wie in Quito in 2 Gruppen. 'Meine' Gruppe wandert unter
Führung von Marco und Vibecca (sie übersetzt was Marco erzählt)
in den Dschungel. Der Weg ist steckenweise steil (auf und ab) und schlammig.
Da der Weg bereits von Generationen von Wikingern benutzt wurde, ist eine Machete
nicht notwendig. Marco erklärt ausführlich verschiedene Pflanzen
und Bäume, und für was ihre Wirkstoffe gut sind. Irgendwann
hört es sich im Blätterdach nach Regen an. Aber es dauert einige
Minuten, bis die ersten Regentropfen den Boden erreichen. Gegen 1700 erreichen
wir endlich das Dschungelcamp am Zusammenfluss von Rio Arajuno und Rio Puni.
Wir beziehen unsere einfachen Hütten und nutzen die willkommene Gelegenheit zum duschen. Das
Holz von Boden und Pfosten im Speiseraum wurden zum Schutz gegen Ungeziefer
mit Dieselöl getränkt. Was ist besser? Der Gestank von
Diesel oder die Moskitoplage? In der Bar gibt es zum Abschluss noch ein
heißes Getränk aus Tee und Zuckerrohrschnaps.
Samstag, 2. Oktober, 9. Tag:
(Dschungelcamp)
(21°/85%). Wir wanden wieder in 2 Gruppen, haben aber
für die nächsten Tage ein gegenläufiges Programm. Wir begeben
uns auf einer Art Botaniklehrpfad durch den Dschungel. Es gibt natürlich
keine Schilder in vielen Sprachen, aber ausführliche Erklärungen von Marco, übersetzt von Vibecca. Nach einer Stunde
auf und ab, über Stock und Stein erreichen wir, nicht weit vom Dschungelcamp entfernt, einen Aussichtsturm.
Von hier aus hat man einen guten Überblick über den Dschungel. Am Nachmittag setzen wir mit dem Boot über den Rio Puni und besuchen dort eine
Eingeborenenfamilie. Der Mann zeigt, wie man Körbe und Fischfallen
herstellt
und mit dem Blasrohr 'schießt'. Ist ganz einfach. Mein 3. Versuch
ist bereits erfolgreich. Ich treffe auf 5m Entfernung eine Kokosnuss.
Die Frau stellt das Essen für die Jagt her. Zur Dämmerung gibt es dort
eine ganze Menge Sandfliegen. Bis ich das merke ist es schon zu spät.
Meine Arme und Beine und der unter Teil meines Rückens jucken für
mehrere Wochen. Nach Sonnenuntergang verlassen wir die Familie und fahren zurück ins
Camp. Nach dem Abendessen gibt es wieder Gajussa. (Oder wie auch immer
dieser gut schmeckende Zuckerrohrschnapstee heißt). Zuvor demonstriert
uns ein Schamane die geistige Reinigung, welche der Behandlung eines Kranken vorausgeht.
Sonntag, 3. Oktober, 10. Tag:
(Dschungelcamp)
(24°/82%). Wir setzen mit einem Boot über
den Rio Puni. Dort geht es dann wieder von 0930 bis 1230 durch den Dschungel. Für den Rückweg
nehmen wir den Rio Arajuno. In Schläuchen von LKW Reifen treiben wir den Fluß hinunter.
Wir? Es regnet. Ich habe nichts, um meine Kamera trockenzuhalten.
Nur so ins Boot zu legen ist mir zu unsicher. Am Nachmittag (1630 bis
1800) wandern wir zunächst zum naheliegenden Krankenhaus. Es wurde mit
finanzieller Hilfe von Wikinger und vielen Reisenden gebaut und wird weiterhin
unterstützt. Heute, am Sonntag, ist das Krankenhaus zu. Anschließend
spazieren wir durch das zum Camp gehörende Tiergehege. Hier gab es
bis vor kurzem 3 Tapire. Das Männchen landete im Kochtopf von Eingeborenen
(Hauptsache heute was zu essen), ein Weibchen ist einfach abgehauen (treibt
sich aber noch in der Gegend rum). Das jüngste können wir auf unserem Rundgang bewundern.
Außerdem gibt es ein einäugiges Wasserschwein (welches uns auf dem
Rundgang begleitet), Wildschweine und Kaimane. Nach den Abendessen wieder
Zuckerrohrschnapstee. Es regnet die ganze Nacht.
Montag, 4. Oktober, 11. Tag:
(Dschungelcamp - Puyo - Banós)
(21°/83%). Um 0930 verlassen wir das Dschungelcamp
in Motorkanus. Es regnet. In La Punta steigen wir wieder in unseren Bus und fahren in Richtung Puerto Napo (bis Puyo).
Anschließend folgen wir dem Tal
des Rio Pastata bis
Banós. Die Aussicht in das Tal ist
einfach phantastisch. Einige Mitreisende steigen unterwegs auf das Dach des Busses. Sie können die Fahrt
dort noch besser genießen. Bis der Bus unter einem Wasserfall durchfährt.
Das mochten sie dann gar nicht. Aber dem Fahrer hat's Spaß gemacht.
Gegen 1700 erreichen wir die 'Hosteria Monte Selva' in Banós (13000 Einwohner, 1820m). Außer einem Haupthaus (mit
Pool und Sauna) gibt es noch mehrere kleinere Häuser mit je 3 Zimmern.
Diese befinden sich oberhalb des Hotels am
Hang. Entsprechend gut ist der Blick über
die Stadt. Große Zimmer mit Panoramafenstern. Wir sind durch
einen Bergrücken vom Vulkan Tungurahua getrennt. Auch dieser Vulkan ist unruhig. Für
ihn gilt mittlerweile Gefahrstufe 'gelb'. Sein Krater ist aber auf der
von uns abgewandten Seite. Wir müssen uns keine Sorgen machen (sagt
man). Abendessen um 1900 im gegenüberliegenden 'Hostal
Isla del Banós' mit Musik. Am Abend
hat man einen guten Blick vom Zimmer auf die Lichter von Banós.
Dienstag, 5. Oktober, 12. Tag: (Banós)
(17°/76%). Eigentlich wollten wir um 0900 wieder
mal wandern. Macht aber bei den tief hängenden Wolken nicht viel Sinn.
Als der Regen nachlässt, ist zumindest noch ein Stadtbummel möglich.
Für ganze 15US$ kann man hier Pferde
mieten. Von 1500 bis 1800 reiten wir zu viert zu den Wasserfällen nahe der Stadt.
Auf dem Rückweg ist an einer Stelle auch der rauchende Tungurahua zu erkennen. Die
Leute, die hier wohnen, haben Grund sich wirklich Sorgen zu machen.
Mittwoch, 6. Oktober, 13. Tag:
(Banós)
Sonne, leichte, hohe Bewölkung, warm. Für
heute ist eine 7-stündige Wanderung angesagt. Nach einer Dreiviertelstunde auf einem Pfad nur
bergauf
gibt eine Mitreisende auf. Ich begleite sie zurück. Mein Wasser
hätte heute auch nicht viel weiter gereicht. Die anderen beglückwünschen
uns am Abend zu unserer Entscheidung. Der Tag war nur anstrengend.
Wir werden an der Straße von einem Sammeltaxt mit in die Stadt genommen
(spart uns 2 Stunden Weg). Beim bezahlen fällt meine Kamera zu Boden.
Äußerlich ist nichts zu sehen, aber sie tut nicht mehr. Wohl
dem der auf sowas vorbereitet ist und Reserve hat. Mit ausruhen, Postkarten
kaufen, Postkarten schreiben und Postkarten zur Post bringen kann auch ein Tag
vergehen.
Donnerstag, 7. Oktober, 14. Tag: (Banós - Riobamba)
(15°/73%). Schon wieder schönes Wetter. Um
0830 verlassen wir Banos in Richtung Pelileo. Unterwegs können wir noch mal den rauchenden Tunguraha
aus der Nähe bewundern. In Pelileo haben noch nicht alle Händler ihre Geschäfte offen
und wir fahren schon nach 20 Minuten weiter
zur Pan Americana. Kurzer halt in Mocha. Hier gibt's Meerschweinchen
am Grill. Ist aber zum Glück zu früh dafür. Sie sind
gerade erst auf den Grill gekommen. Einige Mitreisende äußern sich eindeutig
ablehnend und die anderen haben Verständnis dafür. Von 1200
bis 1500 wandern wir dann zum letzen mal auf dieser Reise. Es ist teilweise
sonnig, aber es weht ein kalter Wind. Wir müssen erst mal in ein
Tal
(100m runter) und auf der anderen Seite den Hügel rauf (+200m). Wir
gehen hauptsächlich durch
hüfthohes Gras. Oben haben wir einen
guten Ausblick auf den Chimbarasso. Gegen 1530 erreichen wir das Hotel 'Zeus' in Riobamba
(100000 Einwohner 2750m). Kurze Zeit später starten wir zu einem
Stadtrundgang. Vom Balkon im Flur des Hotels (wir sind im 3. Stock) kann
man gut die Umgebung der Stadt und den rauchenden
Tunguraha sehen. Zum Abendessen ein gutes, aber zähes Steak
in einem Restaurant 10 Minuten vom Hotel entfernt.
Freitag, 8. Oktober, 15. Tag: (Riobamba - Sibamba - Alausi - Ingapirca)
(13°/64%). Um 0645 fahren wir mit dem Bus den kurzen
Weg zum Bahnhof. Der Zug fährt um 0700 pünktlich ab. Die
Bahnstrecke ging früher bis nach Quito, aber seit einem Erdrutsch
letzte Ostern ist sie unterbrochen. Zum freischaufeln fehlen sowohl das
Geld, als auch das Interesse. Auf der Straße ist fährt man
schließlich schneller als mit einem alten Zug. Lediglich das Stück
bis zur Teufelsnase (welches wir befahren) ist, da für Touristen interessant,
frei. Die beste Aussicht hat man auf dem Dach der Güterwagons.
Und dort sitzen auch die meisten der Reisenden. Es ist zwar so früh
noch recht frisch, aber es ist schon recht voll dort oben. Man hat hier wirklich einen
guten Ausblick. In Alausi, es ist mittlerweile wärmer und die Teufelsnase ist nicht
mehr weit, drängen auch die bisher 'bequem' reisenden Touristen auf das Dach.
Zwischen Alausi (2200m)
und Simbamba (1860m)
muss der Zug ohne die Möglichkeit von Schleifen oder Tunnels im Zickzack
ins Tal hinunter. In Sibamba wird der Zug dann 'umgedreht'. Es geht noch ein kleines
Stück aus dem Tal hinaus (zum
fotografieren der Teufelsnase) und dann zurück
nach Alausi, wo unser
Bus auf uns wartet. Mittagspause in einem Rasthaus kurz hinter Alausi. Um 1700 erreichen
wir Ingapirca (3500m), eine frühere Inka - Festung. Zunächst besuchen
wir die Ruinen und das Museum, nach 1800 erreichen wir die 'Posata Ingapirca'. Abendessen bei Kaminfeuer. Das Feuer kann man gut vertragen.
Samstag, 9. Oktober, 16. Tag:
(Ingapirca - Biblian - Azouez - Quenca)
(10°/50%). Um 0900 verlassen wir Ingapirca.
Über die Pan Americana, die Städte Biblian und Azouez
erreichen wir gegen 1130 Quenca (200000 Einwohner, 2540m), die Hauptstadt der Provinz Azuay.
Dort besuchen wir zunächst einen Aussichtshügel, bevor wir zum 'Hotel El Quijote' fahren. Die Stadt wird zur Zeit renoviert. Das Stadtzentrum
ist aufgegraben und zum Teil schon neu gepflastert. Am Nachmittag Zeit
für die Stadt und den Markt. Nach dem Abendessen noch mal die Straße runter zu
einem Platz, auf dem gefeiert wird (Jahrestag der Befreiung von Guayaquil von
den Spaniern). Es wird ein riesiges Feuerwerk abgebrannt. An einem
5m hohen Raketenmodell aus Bambusstangen werden nach und nach viele Feuerräder
gezündet. Die Touristen müssen da natürlich wieder mal
ganz vorne stehen. Naja, zumindest an Anfang.
Sonntag, 10. Oktober, 17. Tag: (Quenca - Guayaquil)
Abfahrt um 0700. Die Reise geht langsam dem Ende entgegen.
Gegen 0800 erreichen wir im Nationalpark 'Los Cachos' den mit 4015m zweithöchsten Punkt der Reise. Von nun
an geht's Bergab. Zweieinhalb Stunden später sind wir auf Höhe
'Null'. Um 1130 essen wir am Stadtrand von Guayaquil in einem Supermarkt zu Mittag. Gegen 1400 sind wir am Strand
von Playas in der 'Hosteria Bellavista', das einem Schweizer gehört. Den Rest des Tages sind
Strand und Hängematte angesagt. Abendessen im Hotelrestaurant.
Montag, 11. Oktober, 18. Tag:
(Guayaquil)
(24°/73%). Hängematte und ein 2-stündiger Spaziergang
am Strand. Zum Reiten am Strand von 1300 - 1500 lasse ich meine Kopfbedeckung im Hotel.
Ein Fehler, wie sich zeigt.
Dienstag, 12. Oktober, 19. Tag:
(Guayaquil)
(24°/70%). Es wird langweilig. Wieder ins
Wasser, wieder in die Hängematte. Dann die Abwechslung: packen für
die Rückreise. Gegen 1400 verlassen wir Playas und kommen um 1600
in Guayaquil (ca
2Mio. Einwohner, größte Stadt Equadors) ins Hotel 'Doral'. Stadtrundgang. Die Stadt leistet sich eine schöne,
neue Uferpromenade. Abendessen am Hafen. Unser Reiseleiter hat sich
schon verabschiedet. Wie müssen das selbst organisieren. So
ganz zufrieden sind wir dann doch nicht. Wir hatten eigentlich draußen
sitzen gebucht, aber die Plätze sind anderweitig vergeben. Gehen
und was anderes suchen ist leider nicht drin.
Mittwoch, 13. Oktober, 20. Tag:
(Guayaquil - Curassao -)
'KLM bittet uns, 3 Stunden vor dem geplanten Abflug am Flughafen
zu sein'. Also um 0615 (ohne Kaffee) mit dem Taxi dort hin. Es stehen
auch schon ein paar hundert Leute vor uns in der Schlange, aber das KLMpersonal
erscheint erst zweieinhalb Stunden vor dem geplanten Abflug. Abflug KL
0750 (16F) um 0930 (nur 'ne Stunde verspätet). Wieder Zwischenlandung
in Curassao.
Donnerstag, 14. Oktober, 21. Tag: (- Amsterdam - Frankfurt)
Ankunft in Amsterdam um 0600. Für die Berliner in unserer Gruppe wird es
eng. Aber sie schaffen es (im Gegensatz zu ihrem Gepäck). Der
Flug KL1765 (09A) nach Frankfurt ist halbwegs pünktlich. Nur beim Landen in Frankfurt
wird es zäh: zunächst Schleife über Hanau und dann parken auf
dem Weg zum Gate. 1000 raus aus dem Flugplatz und ins Taxi nach Hause.
Ihr Kurt F. Möller
Kommentare? Beschwerden? Anregungen?
Dann scheiben Sie mir doch bitte eine . Danke!
Sollten Sie sich aus irgend einem Grund in Ihren Rechten verletzt fühlen, dann lag das nicht in meiner Absicht. Schreiben Sie mir, dann lösen wir das Problem. Bedenken Sie aber, das ich manchmal mehrere Wochen in Gegenden ohne eMailanschluß unterwegs bin. Abmahnungen ohne vorherige Kontaktaufnahme sehe ich als böswilligen Versuch Ihrerseits, sich und Ihren Anwalt zu bereichern.